Die Seh-Praxis
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Woher kommt das Sehtraining?
Die Funktionaloptometrie ist eine Wissenschaft, die sich mit der Sinneswahrnehmung beschäftigt. Sie ist ein spezielles Teilgebiet der Augenoptik (Optometrie). In den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts erkannte der Optometrist (Augenoptiker) Dr. A.M. Skeffington, dass wir unter dem Begriff „Sehen“ eigentlich die Wahrnehmung verstehen.
Sehen bedeutet, den visuellen Input zu verstehen!


Seffington begnügte sich nicht mit dieser Einsicht. Er erforschte unter diesem neuen Ansatz das Sehen und alle Möglichkeiten, um das Sehen zu verbessern. Er brachte Ordnung in eine Vielzahl von Mess-ergebnissen und erkannte Zusammenhänge. Die von ihm entwickelte (OEP)-21 Punkte Prüfung des Sehens stellt heute eine wesentliche Grundlage bei der Analyse des Sehens dar.


In den Vereinigten Staaten von Amerika und in Kanada beschäftigen sich immer mehr Universitäten mit der Behavioral Optometrie (Verhaltensoptometrie). Es wurde weiter an den Zusammenhängen der Sinnesfunktionen geforscht und Übungen entwickelt, um die Entwicklung des Sehens zu verbessern.
So entstand das Visualtraining.


Heute ist die Funktionaloptometrie in den USA und in Kanada ein Fachbereich in der Ausbildung zum Optometristen. Dort wird die Ausbildung in einem 5-jährigen Hochschulstudium durchgeführt. In Europa wird dieses Wissensgebiet von der „Europäischen Gesellschaft für Optometrie“ (EGO) verbreitet. In Italien, Portugal, Spanien, Belgien und den Niederlanden gibt es schon seit vielen Jahren Funktional-optometristen.


In Deutschland gehört die Funktionaloptometrie nicht zur beruflichen Ausbildung eines Augenoptikermeisters oder Augenarztes. Um diese zu erlernen, gab es in der Vergangenheit nur die Möglichkeit, in Amerika ein Studium der Optometrie zu absolvieren. Vor ein paar Jahren hat die „Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie“ (WVAO) in Zusammenarbeit mit der EGO eine Zusatzausbildung für deutsche, östereichische und Schweizer Augenoptikermeister geschaffen.